Weltweit einmaliger Fund

So schön und würdevoll die Urner Berge auch sind – ihre wahren Schätze halten sie gut versteckt. Tief im Bauch der Alpen, hinter tonnenschwerem Gestein liegen die wohl schönsten Mineralien der Welt. «Du kannst nur das finden, was für dich bereit liegt», heisst es in einem Sprichwort, das die Strahler sich noch heute zu Herzen nehmen.

Die grosse Kluft am Planggenstock von Franz von Arx und Paul von Känel liegt auf einer Höhe von 2600 Metern über Meer. Entdeckt wurde sie im Jahre 1994 von den beiden Berufsstrahlern. Während 23 Tagen sind in mühsamer Handarbeit zirka 150 Kubikmeter Geröll und Felsblöcke weggeräumt worden. Schliesslich war am Ende eines 15 Meter langen Korridors der zirka sechs Meter breite Klufteingang freigelegt. Viele schöne Bergkristalle und seltene Rosafluorite wurden geborgen. Während ungefähr dreier Monate, vom Juli bis September, kann jeweils an der Kluft gearbeitet werden.

1997 gelingt es den beiden Strahlern, zirka 15 Meter tiefer im Berg eine zweite grosse Kluft zu öffnen. Heute, elf Jahre später, wird an den zwei Klüften immer noch gearbeitet. Beide Höhlen sind zwischen sieben und zehn Metern breit und haben eine Tiefe von etwa 15 Metern. Die Höhe variiert zwischen 50 und 150 Zentimetern. Die Grösse der beiden Klüfte ist sehr aussergewöhnlich. Üblicherweise werden Klüfte von 1 Meter Breite und 2 Meter Tiefe schon als gross bezeichnet.

Nach Paul von Känels Wunsch kürzer zu treten, arbeitet Franz von Arx nun mit Elio Müller weiter an der Kluft. Im Jahr 2008 durften die beiden erneut voll Glück einen atemberaubenden Fund vermelden.

»» Reportage in der «Zentralschweiz am Sonntag»

Das Schweizer Fernsehen hat über diesen bedeutenden Fund mehrmals berichtet.
»» Link SF

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