1994
1994
Der Jahrhundertfund beginnt
Im Juli und August räumen die beiden Berufsstrahler während 23 Tagen in mühsamer Schwerstarbeit durch Bohren und Spalten, ohne Verwendung von Sprengmitteln, rund 150 Kubikmeter lose Felsblöcke weg.
Bald einmal erkennen sie erste Anzeichen der vermuteten Kluft.
Immer deutlicher zeigen sich Kristalle und Rosafluorite als Vorboten des späteren Jahrhundertfunds.
Nach und nach öffnet sich die Kluft bis zu einer Breite von zirka 15 Metern, einer Länge von rund 20 Metern und einer Höhe von 60 bis 70 Zentimetern. Sie ist gefüllt mit wunderschönen Kristallen, begleitet von einzelnen Rosafluoriten mit einer Kantenlänge von bis zu 10 Zentimetern.
Nach Jahrmillionen in der Dunkelheit zeigt sich die ganze Schönheit der Fundstücke erstmals im Licht der Sonne.
In der Folge beschert der Planggenstock den Strahlern in dieser ersten Kluft Tonnen von Kristallen. Die grösste Stufe hat ein Gewicht von zirka 200 Kilogramm mit Spitzen von bis zu 25 Zentimetern Länge. Die Fachwelt spricht von einem Jahrhundertfund. Gleichzeitig bearbeiten sie zirka 15 Meter weiter unten am Berg eine zweite vielversprechende Stelle.